Bwindi Impenetrable Forest Reserve

Bwindi wurde bereits 1942 als Waldschutzgebiet ausgewiesen, 1992 zum Nationalpark hochgestuft und 1994 als Weltnaturerbestätte von der UNESCO anerkannt. In der lokal gesprochenen Lukiga Sprache bedeutet 'Bwindi' bereits 'Impenetrable', was auf deutsch übersetzt 'Undurchdringlich' heißt. Diese doppelte Warnung ist passend, denn Bwindi ist alles andere als leicht zugänglich; 327 km² verschlungene Vegetation überzieht eine stark zerklüftete Landschaft mit steilen rutschigen Tälern und hohen zugigen Bergrücken.

Aber obwohl das Terrain keineswegs leicht zu passieren ist, ist es die Anstrengung sehr wohl wert. Eine Wanderung durch einen der ältesten Regenwälder Afrikas, auf der Suche nach den vom Aussterben bedrohten Berggorillas, gehört zu den erstklassigsten Naturbegegnungen, die unser Planet zu bieten hat.

BwindiIn Bwindi kann es kalt sein, besonders morgens und nachts. Der Temperaturbereich liegt im Jahresdurchschnitt zwischen 7°C und 20°C mit der kältesten Periode im Juni und Juli. Warme und auch wetterfeste Kleidung sind erforderlich, da in Bwindi bis zu 2390 mm Regen im Jahr fällt. Dieser konzentriert sich auf zwei Regenzeiten: Die der kurzen Regen von März bis Mai und die der heftigen Regen von September bis November. Anstelle von kurzen tropischen Güssen fällt der Regen in Bwindi oft als mehrstündiger leichter Nieselregen.

Bwindi beherbergt eine enorme biologische Vielfalt als Ergebnis aus dem Zusammenspiel von zwei Faktoren. Erstens erstrecken sich seine Berghänge über einen breiten Höhenbereich von 1447 m und schaffen damit Lebensräume von Tieflandregenwald bei 1600 m bis zu der seltenen afroalpinen Vegetation oberhalb 2600 m. Zweitens ist der Bwindi Forest extrem alt. Als die meisten afrikanischen Wälder wegen der Trockenheit während der letzten Eiszeit (vor 12.000 – 18.000 Jahren) verschwanden, war Bwindi eines der wenigen Refugien, die bestehen blieben.

BwindiWährend die meisten heute vorhandenen Wälder nicht mehr als 12.000 Jahre alt sind, verwebt sich die Pflanzenwelt in Bwindi bereits seit mindestens 25.000 Jahren zu einem wirren Geflecht und hat im Zuge dieses Prozesses eine lange Artenliste angesammelt. Diese beinhaltet 310 Schmetterlinge, 51 Reptilien, 200 Baumarten, 88 Motten und die bemerkenswerte Anzahl von 120 Säugetiertypen, darunter 10 Primaten. Zu diesen gehören Schimpanse, Pavian, Vollbartmeerkatze, Rotschwanz-Weißnasenmeerkatze, Diademmeerkatze, Guereza sowie Bwidis berühmtester Einwohner, der Berggorilla.

Quelle: Uganda Wildlife Authority