Queen Elizabeth National Park

Der 1.978 km² große Queen Elizabeth National Park erfreut sich einer atemberaubenden Lage auf der Sohle des Rift Valleys zwischen Lake Edward und Lake George, wo ein Mosaik von Lebensräumen 95 Säugetier- und bemerkenswerte 612 Vogelarten beherbergt. Vor 40 Jahren beschrieb Douglas Willocks die verschiedenen Umstände, die zu seiner Entstehung 1952 führten. Bis heute existiert keine bessere Einführung bzw. verlockendere Einladung zum Besuch des Parks.

'Landschaftlich hatte diese Gegend alles. 30 Meilen nach Norden die blauen Rwenzoris, von der Ebene gesehen, eine zusammengesetzte zerklüftete Masse von Bergen, 60 Meilen lang und 40 breit. In gewissem Licht erschienen sie so nah, als könne man den Arm ausstrecken und sie berühren. Jenseits des Lake Edward standen im Westen die Mitumbe Hills Wache im Kongo. Ebenfalls blau aus der Ferne, aber von nahem gesehen grün, bewaldet, steil abfallend, unfreundlich und das dunkelste Afrika verkörpernd. Die östliche Grenze dieses möglichen Parks war gekennzeichnet durch den ruhigen grünen Abhang des westlichen Rift Valleys. Und zwischen all den Hügeln, Bergen und Seen war endlose Savanne, ihr immerfort wiederkehrendes Motiv die verzweigten Kaktus-Arme der Kandelaber- Euphorbien.'

Queen Elizabeth National ParkDer Park ist Teil eines ausgedehnten Systems zusammenhängender Schutzgebiete, nämlich Kigezi (265 km²) und Kyambura (154 km²) Wildlife Reserve und Kalinzu Forest Reserve sowie in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo der 2000 km² große Virunga National Park. Ein paar Kilometer weiter im Norden liegt der Rwenzori Mountains National Park.

Der Park beheimatet 95 Säugetierarten, die Vogelliste ist 612 Namen lang. Diese Artenvielfalt ist das Ergebnis einer eindrucksvollen Bandbreite von Biotopen. 57 Vegetationstypen wurden bislang identifiziert, jedoch können diese zu fünf Klassen zusammengefasst werden: Wald, Grasland, Busch- und Akaziensavanne sowie Ufer- bzw. Sumpf- Vegetation.

Queen Elizabeth National ParkAls Bewohner der Grassavanne wären zu nennen: Elefant, Afrikanischer Büffel, Uganda Kob, Wasserbock, Warzenschwein, Riesenwaldschwein, Löwe, Leopard und Hyäne. Topi kommen in Ishasha vor und Waldprimaten leben in der Kyambura Gorge und Maramagambo Forest.

Die beeindruckende Vogelliste wird im Vergleich aller geschützten Gebiete in Afrika nur noch vom benachbarten (und viel größeren) Virunga National Park überboten. Um nur einige Schlüsselarten zu nennen: Kampfadler, Schwarzbürzel-Laufhühnchen, Afrikanischer Scherenschnabel, Lenduschnäpper, Rötelpelikan, Bindenbuschsänger, Papyrusgirlitz, Papyruswürger, Wiesenralle, Zwergflamingo und Rosa Flamingo sowie Schuhschnabelstorch.

Im Park

Kazinga Channel

Der 40 km lange Kanal, der den Lake George mit dem Lake Edward verbindet, bietet die besten Ansichten von Wildtieren im Park. Seine Ufer ziehen das ganze Jahr über unzählige Vögel, Säugetiere und Reptilien an. Diese können von zwei überdachten Barkassen (Topi und Simba) aus beobachtet werden, die zwischen dem Mweya Bootsanleger und der Mündung des Kanals in den Lake Edward verkehren.

Nord-Kazinga und Kasenyi

Queen Elizabeth National ParkDie Ebene nördlich des Kazinga Channel ist die bevorzugte Gegend für Wildbeobachtungen. Ein Netzwerk von Fahrwegen ermöglicht es, Elefanten, Büffel und andere Tiere in dem Mosaik aus Grasland und Buschdickicht, das den Nord-Kazinga Bereich um Mweya überzieht, zu finden. Löwen können allerdings am zuverlässigsten auf der offenen Kasenyi Ebene östlich der Straße nach Kasese gesichtet werden, wo sie auf einen großen Bestand von Uganda Kobs Jagd machen können. Tierbeobachtungsfahrten lohnen sich am meisten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Ein Ranger Guide wird empfohlen, um das Beste aus dem Besuchserlebnis zu machen.

Katwe

Der Katwe Salzsee beheimatet Ugandas älteste Industrie. Aus dem See wurde Salz gewonnen, indem man das Wasser in Verdunstungsbecken geleitet hat. Diese Methode wird noch heute angewandt.

Äquator und Queen's Pavilion

Die Stelle, an der der Äquator die Straße nach Kasese kreuzt, ist durch zwei Betonkreise gekennzeichnet und liefert einen beliebten Platz für einen Fotostopp. Der Queen's Pavilion steht nahe der nördlichen Einfahrt zum Crater Drive. Eine zeitweilige Schutzhütte an dieser Stelle beherbergte 1954 Königin Elizabeth II und den Duke of Edinburgh; ein permanenter Pavillon wurde 1959 für einen Besuch der Königin-Mutter errichtet. Dieser wurde für einen zweiten Besuch des Duke of Edinburgh 2007 renoviert. Ein neues Informationszentrum dort schließt auch ein Internetcafé und einen Coffe Shop ein.

Ishasha

Queen Elizabeth100 km südlich von Mweya bietet der abgelegene südliche Sektor des Parks echtes Wildnis-Erlebnis. Verschiedene Lebensräume, einschließlich Ishasha River, Baumsavanne und die sumpfigen Flächen am Lake Edward unterstützen eine Vielzahl an Wildtieren, darunter die berühmten baumkletternden Löwen und den seltenen Schuhschnabelstorch.

Quelle: Uganda Wildlife Authority